Kommunen in Brandenburg sollen künftig an den Erträgen aus dem Betrieb von Windrädern beteiligt werden. Wer eine neue Windkraftanlage in Betrieb nimmt, muss künftig eine Sonderabgabe von 10.000 Euro entrichten. Das Geld kommt dann den angrenzenden Gemeinden zugute. Das hat der Landtag in Potsdam am gestrigen Dienstag mit großer Mehrheit entschieden.
Massive Akzeptanzprobleme
Mit dem Windkraft-Euro will die Landesregierung für mehr Akzeptanz für die Windenergie sorgen. Der Ausbau der Windkraft sei von „zentraler Bedeutung für das Gelingen der Energiewende“, betont Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD).
Jan Hinrich Glahr, Vorsitzender des Bundesverbandes Windenergie Berlin/Brandenburg begrüßte den Windkraft-Euro. „Das führt zu mehr Geld in den Kassen der Kommunen, mehr Akzeptanz und mehr regionaler Wertschöpfung“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Zugleich kritisierte er das Fehlen einer bundesweit einheitlichen Lösung. Brandenburger Unternehmen aus der Windkraftbranche würden nun stärker belastet als andere.
a.mohl(*)derneuekaemmerer(.)de